Futter & Gesundheit

Wir möchten unsere 25 jährige Erfahrung bei der Aufzucht von deutschen Doggen gerne an Sie weitergeben, damit Ihr Welpe ein langes und gesundes Leben hat.

Nachfolgend haben wir ein paar Ratschläge zur Aufzucht gesammelt. Für eine gesunde Aufzucht bis der Welpe ausgewachsen ist, gibt es zwei wichtige Faktoren: kontrollierte Bewegung und das richtige Futter!

Falls Fragen im Bezug auf Gesundheit oder Aufzucht im Laufe des Lebens Ihrer deutschen Dogge aufkommen sollten, kontaktieren Sie uns bitte zuerst.

Ihre Barbara Mosch-Schlösser & Team

Willkommen im neuen Zuhause

Heute nehmen Sie Ihren Hund mit, bzw. bekommen Ihr neues Familienmitglied. Für die Welpen ist dies anstrengend. Viele Hunde machen den Umzug in das neue Zuhause sehr entspannt mit, aber jeder Hund reagiert unterschiedlich. Manche Hunde sind einfach müde und schlafen viel, andere sind überdreht wie kleine Kinder.

Geben Sie Ihrem Vierbeiner bitte die Zeit, die er benötigt und lassen ihn ankommen. Es ist für ihn auch Stress. Stress wirkt als Belastung und kann das Immunsystem stören. Kleine Infekte oder Durchfall sind demnach nicht ungewöhnlich. Gehen Sie nur im akuten Fall zum Tierarzt, ansonsten geben Sie dem Hund einfach mal ein paar Tage Zeit. Füttern Sie ihm in den ersten Tagen sein gewohntes Futter.

Das neue Leben in Ihrer Familie ist für den Hund neu u. spannend. Legen Sie aber dennoch zeitnah Regeln fest, die auch künftig herrschen sollen.


Futter:

Eines der wichtigsten Themen in der Doggenzucht ist die Aufzucht dieser großen Rasse. Es sollte sich von selbst verstehen, dass bei der enormen Wachstumsintensität der Deutschen Dogge insbesondere in den ersten 10 Lebensmonaten eine exakt abgestimmte Fütterung absolut notwendig ist.


Wird in dieser entscheidenden Lebensphase gespart oder zu viel des Guten getan, so können irreparable Skelettschäden die Folge sein.

B.A.R.F. wird im Deutschen auch als 'Biologisches Artgerechtes Rohes Futter' verstanden. Da das Akronym BARF für verschiedene Leute verschiedene Bedeutungen hat, muss hier klargestellt werden, dass es einfach nur Rohfütterung bedeutet und nicht einen bestimmten Diätplan bezeichnen soll. Ein wichtiger Bestandteil der Hundeernährung spielen gut verdauliche Eiweiße, sprich Fleisch. Aber auch Getreide in der Ernährung sind nicht schädlich, da Hunde diese aufschlüsseln und verwerten können. Aber wenn Sie „barfen“ möchten, nur Mut: Diese Art von Fütterung ist viel einfacher, als man denkt.
Fleisch sollte in möglichst großen Stücken oder am Knochen gefüttert werden, da das Kauen wichtig für die Zahnpflege ist. Entweder füttern Sie Ihrem Hund BARF; Sie können aber auch Fleisch und Trockenfutter mischen. Hier empfiehlt sich ein Verhältnis von 2/3 Fleisch und 1/3 Trockenfutter. Bei dieser Futterart sparen Sie sich das Abmessen von Zusatzstoffen und Mineralien, da diese Ihr Hund über das Trockenfutter in ausreichender Menge bezieht. Mischen Sie niemals Wasser ins Trockenfutter – das kann zu einem vermehrten Aufquellen des Futters führen und Magendrehungen können begünstigt werden. Aber egal für welche Fütterung Sie sich entscheiden, Sie sollten zweimal täglich gefüttert. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens sind die einzelnen Portionen kleiner und der Hund muss sich nicht den Magen so voll schlagen, zweitens ist die Gefahr einer Magenumdrehung wesentlich geringer.

Beispiel für eine BARF Mahlzeit:
70% durchwachsenes Fleisch
20% Knochen
10 % Beilagen z.B. Gemüse, Obst
oder Pulver u. Pellets
Zutaten für gesunde Ernährung:
Fleisch/Knochen
Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle Knochen, insbesondere die weicheren
Lamm: wie Rind, jedoch nicht Magen
Huhn: ganze Hühner, Hälse, Rücken, Flügel - nur roh!
Fisch: ganze Fische, nur roh
Eier: mit Schale, roh
Innereien: nur ein- bis zweimal pro Woche
Leber ca. 200 bis 300 g (bei einem Hund von 30 kg)
Pansen/Blättermagen ein- bis zweimal pro Woche
Schweinefleisch meiden oder gut abkochen!!
Gemüse
Fischöl, Distelöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl abwechselnd

Zugabe von Karotten Pellets z.B. Olewo oder geriebene Karotte anstatt der Beilage

Zugabe von Mineralien, Vitamine und Spurenelementen z.B. „Brockmans Zwergmarke“ anstatt der Beilage. Unsere Empfehlung zur Mengengabe von Brockmans Zwergmarke:
8 Wochen bis 4 Monate 1x tägl. einen halben TL
4 Monate bis 1 Jahr 1x tägl. 2 TL
ab 1 Jahr 1x wöchentlich 1 TL
Grundsätzlich gilt es den Hund abwechslungreich zu ernähren, um den Magen-Darm-Trakt an möglichst viele Futtermittel zu gewöhnen.
Futtermenge:
Während der Wachstumsphase frisst Ihr Hund mehr. Das heißt geben Sie ihm Futter so lange er frisst. Wenn er satt ist, hört er trotz noch vorhandenen Futter auf zu fressen. Das können im Wachstum bis zu 4kg Fleisch täglich sein. Die Menge variiert je nach Alter, Wetter oder sonstigem Befinden des Hundes.
Die Futtermenge pendelt sich ein, wenn der Hund ausgewachsen ist.
Geben Sie bitte bis zum 6. Lebensmonat die Tagesfuttermenge in 3 Mahlzeiten, danach in 2 Mahlzeiten. Um der lebensgefährlichen Magendrehung entgegenzuwirken, sollte ihre Dogge nach der Fütterung für  etwa 3 h im Haus oder Zwinger bleiben und nicht springen oder toben.
Lassen Sie kein Futter stehen. Dadurch werden schlechte Fresser erzogen
Bewegung:
Die deutsche Dogge ist bereits im Welpenalter groß und schwer. Oft denkt man, ein großer Hund braucht viel Bewegung. Im Welpenalter tun Sie ihrem Hund damit keinen Gefallen.
Beschränken Sie das Gassi gehen am Anfang wirklich nur auf 10min am Tag. Raus gehen – Geschäft erledigen- rein gehen. Das hört sich vielleicht hart an, jedoch sind das Knochengerüst noch weich und trägt bereits schwer.
Toben junge Doggen in der Hauptwachstumsphase (3.-7. Lebensmonat) zu viel herum, so bekommen sehr schnell weiche, nicht gerade Vorderläufe, Hüftproblemen und oft starke Schmerzen.
Um Schäden an den noch sehr weichen Gelenken zu vermeiden, ist der Aufenthalt in der Phase des schnellsten Wachstums im freien Auslauf, bei Doggen auf täglich 30 Min. zu beschränken.
Ab dem 10. Lebensmonat bis zur Beendigung des ersten Lebensjahres dehnt man die Ausflüge auf täglich 60 Min. aus. Mehrere kurze Spaziergänge am Tag sind grundsätzlich besser als nur ein ausgedehnter Ausflug.
Lange Wanderungen oder das Training am Fahrrad im ersten Lebensjahr können bleibende Schäden an den Gelenken zur Folge haben. Denken Sie daran, ein Kleinkind hält das auch nicht durch.
Auch das ständige Treppensteigen sollte man einer jungen Dogge nicht abverlangen.
Trainieren sie ihre Dogge später nicht bei sehr warmen oder schwülen Wetter. Der Kreislauf kann auf diese Weise sehr schnell überlastet werden.

Erfahrungen mit Tierärzten, die nicht oft deutsche Doggen als Patienten haben:
Leider gibt es Tierärzte die in der Wachstumsphase einer großen Rasse verunsichert oder einfach nur unwissend sind.
Keine Warnhinweise sind:
- erhöhte Körpertemperatur bis zu 39,0 Grad
- die Blutwerte sind nicht vergleichbar mit ausgewachsenen Hunden
- Röntgen der Hüfte oder des Skeletts nicht in der Wachstumspase, dies führt sehr oft zu Fehldiagnosen! Bei Hündinnen erst ab dem 15. Monat, bei Rüden ab dem 18. Monat aussagekräftig. Sie bekommen ansonsten Aussagen, die so nicht stimmen.
Wir sind persönlich für Sie da! Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen!